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03.01.2016 - Ankunft und erster Eindruck

Hallöchen Ihr Lieben!

 Ich habe es versprochen und mache es hiermit wahr: meinen Blog über die Zeit in den USA!

Nach den sehr komplizierten und nervenaufreibenden Vorbereitungen, die ich für mein Visum vornehmen musste, habe ich es wirklich geschafft. Ich konnte ohne Probleme - jedoch mit einer Menge Wartezeit - in die USA einreisen.

Bei meiner Landung in Detroit empfing mich ein klarer, blauer Himmel und Sonnenschein bei circa 2 Grad. Ich wurde am Flughafen von meiner Mitbewohnerin Karen abgeholt. Sie kommt aus München und macht seit vier Wochen hier Praktikum bei Ernst&Young. Wir fuhren dann sofort raus aus der Stadt und auf den Highway Richtung Norden. Thyssen Krupp sitzt nicht direkt in Detroit sondern in einem der Außenbezirke, die offiziell nicht zur Stadt gehören. Wenn man wollte, könnte man vom Ratingen Detroits sprechen Das Haus, in dem ich mit noch fünf anderen jungen Leuten wohne, ist ungefähr zehn Autominuten von der Arbeit entfernt und liegt in der Stadt Royal Oak, 10 Meilen außerhalb von Detroit.

Dort angekommen bekam ich eine ausführliche Hausführung und stellte das Gepäck in meinem Zimmer im ersten Stock ab. Das Haus wurde in den frühen 60er Jahren gebaut und sieht von außen relativ klein aus, ist aber innendrin dafür umso geräumiger. Die Zimmer sind alle parkettverlegt, offen und verwinkelt. Es gibt sogar einen ziemlich großen Keller, was mich sehr überrascht hat. Wir fuhren dann direkt im Anschluss zu Walmart, um mir eine US- Simkarte zu kaufen und danach zu ALDI, damit ich auch etwas zu essen hatte. Dort lief ich etwas kopflos durch die Gänge, denn was kauft man alles ein, wenn man bei Null anfängt? Im Endeffekt habe ich vermutlich nur einzelne Dinge gekauft, die alle überhaupt nicht zusammen passen. Naja - Hauptsache es gibt Nudeln!

Abends war Karen zum Essen verabredet und verabschiedete sich gegen halb acht. Da die Jungs alle erst heute Abend aus ihren Weihnachtsferien zurückkommen, war ich dann alleine im Haus. Doch da es in meinem Kopf gefühlt drei Uhr nachts war, packte ich nur noch meinen Klamotten aus dem großen Koffer und ging um 21 Uhr Ortszeit ins Bett. Zu meinem Zimmer gehört ein Einbauschrank im Flur, direkt gegenüber von meiner Tür. Denn der Raum ist relativ klein und wird hauptsächlich von dem ein Meter HOHEN Doppelbett eingenommen. Vor dem Fenster steht eine Kommode mit Schubladen und gegenüber ein Schreibtisch, doch für einen Schrank reichte der Platz dann nun wieder nicht.

Heute morgen wurde ich demnach früh wach, habe geduscht und gefrühstückt. Meine Vermieterin kam gegen elf Uhr vorbei, zeigte mir noch einige Dinge im Haus und ich unterschrieb meinen Mietvertrag bis Ende Mai . Eigentlich sollte mein Ansprechpartner und direkter Chef bei Thyssen, Andrew, mich abholen um mir das Firmenauto zu übergeben, das ich während der Zeit fahren darf. Denn ohne Auto geht hier NICHTS! Schließlich sind wir in unmittelbarer Nähe von der Autostadt Detroit. Es gehört sozusagen wie selbstverständlich zum alltäglichen Leben eines jeden, der legal Auto fahren darf. Das geht sogar so weit, dass es teilweise überhaupt keine Bürgersteige, geschweige denn öffentliche Verkehrsmittel gibt.

Es gab jedoch irgendein Problem, sodass ich den Wagen erst morgen bekomme und an meinem ersten Arbeitstag morgens zuhause abgeholt werde. Das ist mir, wenn ich ehrlich bin, sowieso lieber. In den nächsten Tagen werde ich noch die ein oder andere Sache für mein Visum erledigen müssen, doch sobald ich mein Auto habe, wird das denke ich relativ entspannt und leicht zu machen sein.

Durch den weggefallenen Autotermin habe ich also heute etwas Ruhe und konnte mich direkt an meinen Blog setzen - was habt ihr doch für ein Glück! Ich bin schon sehr gespannt auf meine drei anderen Mitbewohner. Karen ist auf jeden Fall schon mal total nett und hilfsbereit. Mit dem anderen Praktikanten, Fabian, habe ich im Vorfeld auch schon geschrieben und ich denke, dass die beiden Amis, Adrian und Andrew, die ich noch gar nicht kenne, auch angenehme Mitbewohner sein werden. Das habe ich jedenfalls schon gehört. Mit Sicherheit müssen wir Mädels aber einen ordentlichen Plan zum Thema putzen, spülen und aufräumen erstellen.

Bisher habe ich einen sehr positiven Eindruck von meinem neuen Heim und der Umgebung - die aber doch sehr "typical american" ist. Breite Highways, überdimensionale Supermärkte, große Autos, an jeder Ecke eine Tankstelle oder zumindest ein kleiner Coffeeshop. Alles ist in der Tat eine Nummer größer.

Durch mein Zusammenleben mit anderen Praktikanten (Andrew und Adrian sind glaube ich Studenten) werde ich direkt schon ein paar Leute kennenlernen, mit denen ich mich gut austauschen und anvertrauen kann. Das wird die Anfangsphase sicherlich enorm erleichtern und die Unsicherheit, die man ja doch alleine an einem völlig neuen Ort im Ausland verspürt, abbauen. Manchmal will man ja doch ein wenig an die Hand genommen werden

Alles in allem bin ich aber froh, dass es morgen schon losgeht und ich mich schnell in meine Aufgaben im Team einfinden kann. Und letztendlich bin ich ja auch nicht nur zum Spaß hier (!) sondern muss auch anfangen, an meiner Praxisarbeit zu schreiben. Die Abgabe muss erst bei Uniwiederbeginn im Juni erfolgen, aber es kann nicht schaden, früher als später mit der Recherche anzufangen!

Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, in dem die Temperaturen höchstens gerade so über den Gefrierpunkt steigen, kann ich die Wochenenden ohnehin besser zur Arbeit als für große Unternehmungen nutzen. Erst bei Frühlingsanbruch lohnt es sich, mal nach Chicago oder zu den Niagarafällen zu fahren ... und dann ist auch mehr Geld dafür vorhanden!

So weit kann ich also sagen, dass ich gut und sicher an meinem Ziel angekommen bin und auch so nett empfangen wurde, dass das mentale Ankommen nicht allzu lange dauern sollte. Bis ich mich an meine Routine gewöhnt habe, mache ich einfach weiter Checklisten :D

Ganz liebe Grüße aus dem kalten Michigan,

Eure Charly/Charlotte/Charlet

 

P.S. Fotos folgen dann erst später - von Schnee und Eis :D

3.1.16 21:24

Letzte Einträge: 25.01.2016 - Picking up speed

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jessica (4.1.16 13:23)
Hey Du,
das ging ja wirklich schnell mit Deinem Blog!!!
Schön zu hören, dass Du gut gelandet bist!
Ich wünsche Dir einen guten Start auf der Arbeit!
LG
Jessica

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